Oklahoma: US-Behörden vereiteln Anschlag eines Rechtsextremen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Oklahoma US-Behörden vereiteln Anschlag eines Rechtsextremen

Ein 23-Jähriger wollte im Zentrum von Oklahoma City offenbar eine selbstgebaute Bombe zünden. Der Plan flog auf, weil der Rechtsextreme Kontakt zu einem verdeckten FBI-Ermittler hatte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die US-Behörden haben eigenen Angaben zufolge einen geplanten Anschlag in Oklahoma City vereitelt. Der 23-jährige Jerry V. habe einen selbstgebauten Sprengsatz im Stadtzentrum zünden wollen, heißt es in einem Strafantrag, der vor dem Bezirksgericht der Stadt eingereicht wurde.

Der 23-Jährige sei am Samstag festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, einen Sprengsatz vor einer Bank zu zünden. Er flog auf, weil er mit einem verdeckten Ermittler der Bundespolizei FBI in Kontakt stand. Der junge Mann gab demnach an, Anhänger der rechtsextremen Gruppierung der "Three Percenters" zu sein, die gegen die Regierung kämpft (einen Überblick zu Amerikas rechten Gruppierungen lesen Sie hier).

Ursprünglich wollte der Mann laut dem FBI-Mitarbeiter "die Regierung kaputtmachen" und plante deshalb einen Anschlag auf die Zentralbank Fed in Washington. Später habe er sich zu dem Anschlag auf die Bank in Oklahoma City entschlossen, hieß es. Er wurde monatelang überwacht. Der Sprengsatz, den er habe zünden wollen, sei inaktiv gewesen.

Der Mann eiferte nach Angaben der Ermittler dem Oklahoma-Attentäter Timothy McVeigh nach: Der hatte im April 1995 vor einem Bundesgebäude in Oklahoma City eine Bombe gezündet. 168 Menschen starben dabei, Hunderte wurden verletzt. McVeigh wurde 2001 hingerichtet.

Der 23-jährige V. soll am Montag vor Gericht erscheinen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

aar/AP/AFP