Operation "Anaconda" 450 Tote in einer Woche
Gardes/Washington/Paris - Bei der seit einer Woche andauernden Operation "Anaconda" töteten die Soldaten der Anti-Terror-Koalition nach eigenen Angaben mindestens 450 al-Qaida-Kämpfer. Damit wären bereits mehr als die Hälfte der Kämpfer tot. Auf Seiten der Anti-Terror-Koalition fielen insgesamt elf Soldaten den Gefechten in dem unwirtlichen Gebiet der Provonz Paktia zum Opfer.
Weil der Widerstand der al-Qaida-Kämpfer offenbar stärker war als erwartet, hatten die USA ihre Soldatenzahl am Donnerstag um rund 300 auf über 1100 aufgestockt. Außerdem wurden zwölf zusätzliche Kampfhubschrauber vom Typ "Apache" eingesetzt.
Inzwischen hätten die Streitkräfte der Anti-Terror-Koalition die Kontrolle über das wichtigste Terrain, meinte der Befehlshaber der US-Truppen bei der Operation "Anaconda", Generalmajor Franklin Hagenbeck. Er gab aber zugleich zu, dass die verschanzten Kämpfer offenbar über frische Kräfte verfügen. Lokale Fundamentalisten hätten einen "Heiligen Krieg" gegen die Amerikaner und deren Verbündeten ausgerufen und neue Kämpfer in das Gebiet eingeschleust.
Ein schnelles Ende der Kämpfe in Ostafghanistan hält der französische Generalstab für ausgeschlossen. "Das ist keine Sache von zwei, drei Tagen", sagte Oberst Christian Baptiste am Donnerstag in Paris. "Die al-Qaida-Mitglieder haben vorbereitete Positionen, und sie können handeln und nicht nur Widerstand leisten."