Ostukraine: Separatisten sagen Friedensgespräche ab - DER SPIEGEL
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Ostukraine Separatisten sagen Friedensgespräche ab

Waffenruhe vielleicht, Friedensverhandlungen später: Die Separatistenführer in der Ostukraine haben Gespräche mit der Regierung abgesagt. Auch die Feuerpause bleibt umstritten.
Separatisten in der Ostukraine: Gespräche nur mit neuer Tagesordnung
Separatisten in der Ostukraine: Gespräche nur mit neuer Tagesordnung

Separatisten in der Ostukraine: Gespräche nur mit neuer Tagesordnung

Foto: ERIC FEFERBERG/ AFP
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Donezk - In der Ostukraine wird es vorerst keine Friedensgespräche geben. Der Verhandlungsführer der prorussischen Separatisten, Denis Puschilin, lehnte den Termin Agenturen zufolge als "zu früh" ab. Zunächst müssten noch Fragen der Tagesordnung geklärt werden. Dennoch soll im Konfliktgebiet an diesem Dienstag eine Waffenruhe beginnen. Noch am Wochenende hatte es heftige Kämpfe gegeben.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vorgeschlagen. Die Separatisten hatten Gespräche am 12. Dezember angeregt.

Separatistenführer Andrej Purgin in Donezk meinte, er sehe derzeit die Bedingungen für eine Waffenruhe nicht erfüllt. Das Militär habe bislang keine schweren Waffen abgezogen und nehme Donezk weiter unter Beschuss. Auch die ukrainische Armee warf den Separatisten Angriffe vor.

In der Großstadt Charkiw brachen die letzten Lastwagen mit Trümmern des am 17. Juli abgestürzten malaysischen Passagierflugzeugs MH17 in Richtung Niederlande auf. Die Boeing war über dem Konfliktgebiet abgeschossen worden. Die Niederlande leiten die Ermittlungen in dem Fall, bei dem 298 Menschen ums Leben kamen.

Russland schickt Gas und gute Wünsche

Die russische Regierung hat sich unterdessen hinter eine neue Gesprächsrunde im Ukraine-Konflikt gestellt. Man werde "alles unternehmen, damit das Treffen der Kontaktgruppe diese Woche in Minsk stattfindet", sagte am Montag der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow. Auch nimmt Russland nach ukrainischen Angaben ab Donnerstag wieder Erdgaslieferungen ins Nachbarland auf. Die Lieferungen waren im Streit um den Preis und ausstehende Schulden sechs Monate lang unterbrochen.

isa/dpa/Reuters