Pakistan Jagd auf Islamisten
Islamabad - Die Regierung begründete die Verbote am Samstag damit, dass die Tehrik-e-Pakistan (ITP), Millat-e- Islamia Pakistan (MIP) und Khuddam ul-Islam (KI) die Arbeit von illegalen Organisationen unter neuem Namen fortgeführt hätten. Die Entscheidung sei bei einem von Präsident Pervez Musharraf geleiteten Treffen gefällt worden, hieß es.
In allen großen Städten seien die Büroräume der Organisationen versiegelt worden, teilten die Behörden mit. Um eventuellen gewalttätigen Reaktionen auf die Verbote vorzubeugen, seien die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Eine vierte Gruppe, Jamaat ul-Dawa, die ebenfalls als Neugründung einer verbotenen Organisation gilt, wurde unter Beobachtung gestellt. Pakistanische Medien sprachen von dutzenden Festnahmen in der Nacht zu Sonntag, die genaue Anzahl war zunächst nicht bekannt.
Vertreter der drei Gruppen planen Medienberichten zufolge, gerichtlich gegen die Verbote vorzugehen. Ihre Vorgänger- Organisationen waren im Januar 2002 als Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 verboten worden. Unter anderem die Nachbarländer Indien und Afghanistan werfen Pakistan regelmäßig vor, nicht hart genug gegen Extremisten vorzugehen.