Besuch in Bangladesch Papst Franziskus nennt Rohingya erstmals beim Namen
Papst Franziskus bei Treffen mit Rohingya-Flüchtlingen
Foto: Andrew Medichini/ APEr hat es endlich getan: Bei seinem Besuch in Bangladesch hat Papst Franziskus muslimische Rohingya-Flüchtlinge empfangen - und beim Namen genannt. In Burma hatte er dies noch vermieden, was ihm Kritiker als übertriebene Rücksichtnahme auf die Gastgeber ausgelegt hatten.
Der Begriff "Rohingya" ist im mehrheitlich buddhistischen Burma ein Politikum: Die dortige Regierung bestreitet, dass es sich bei der muslimischen Minderheit um eine eigene Volksgruppe handelt. Sie betrachtet diese vielmehr als illegale Einwanderer aus Bangladesch. Der seit Jahren andauernde Konflikt war Ende August eskaliert. Seither wurden durch das Militär hunderte Rohingya getötet, rund 620.000 flüchteten ins verarmte Nachbarland Bangladesch.
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Franziskus sagte nach seinem Treffen mit den Flüchtlingen in der Hauptstadt Dhaka: "Die Anwesenheit Gottes trägt heute den Namen Rohingya." Er forderte Hilfe für die bedrängte Minderheit ein: "Lasst uns weiter zusammenarbeiten, damit wir sicherstellen können, dass ihre Rechte anerkannt werden."