Peking: Neue Flüchtlinge in deutscher Botschaftsschule - DER SPIEGEL
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Peking Neue Flüchtlinge in deutscher Botschaftsschule

Wieder sind zwei Nordkoreaner in die deutsche Botschaftsschule in Peking geflüchtet. Die beiden hoffen nun, bald ausreisen zu dürfen - wie bereits 15 ihrer Landsleute vor zwei Tagen.
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Peking - Die beiden Nordkoreaner kletterten am Nachmittag (Ortszeit) über die Mauer, wie ein Augenzeuge beobachtete. Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap seien drei weitere Flüchtlinge von der chinesischen Polizei festgenommen worden. Die deutsche Botschaft und die Schule lehnten jede Auskunft ab.

Das Auswärtige Amt bestätigte den Aufenthalt der beiden Nordkoreaner auf dem Gelände der deutschen Botschaftsschule. Der Botschafter sei vor Ort. Das Auswärtige Amt und die Botschaft bemühten sich zusammen um eine rasche Lösung.

Vor zwei Tagen hatte China nach längeren Verhandlungen 15 Nordkoreaner über Singapur nach Südkorea ausreisen lassen. Die acht Frauen und sieben Männer waren am 3. September über die Mauer der deutschen Schule geklettert.

Mit den 15 Flüchtlingen aus der deutschen Schule durften am Mittwoch weitere 21 Nordkoreaner, die in ein südkoreanisches Konsulat geflüchtet waren, die Volkrepublik verlassen. China hat in diesem Jahr bereits über hundert Nordkoreanern, die in ausländischen Vertretungen untergekommen waren, die Ausreise nach Südkorea über ein Drittland gestattet. 150.000 Nordkoreaner leben nach Schätzungen illegal in China. Mit ihrer Flucht wollen sie Hunger und Verfolgung in ihrer Heimat entgehen. Für die chinesische Regierung sind die Nordkoreaner keine Flüchtlinge. Kommt es zu einer Verhaftung, werden sie wieder nach Nordkorea abgeschoben.