Gelände abgeriegelt Explosion vor US-Botschaft in Peking
Sicherheitspersonal vor der US-Botschaft
Foto: Mark Schiefelbein/ dpaVor der amerikanischen Botschaft in Peking ist ein Sprengsatz explodiert. Größere Schäden gab es nicht. Nach Angaben der Polizei verletzte sich der mutmaßliche Täter bei der Explosion selbst an der Hand.
Der 26-Jährige sei nicht in Lebensgefahr. Er habe den Sprengsatz vermutlich aus Feuerwerksmaterial selbst zusammengebaut, teilte die Polizei mit.
Die US-Botschaft bestätigte die Explosion: "Nach Angaben des Sicherheitsoffiziers der Botschaft gab es eine Person, die die Bombe gezündet hat. Außer dem Bombenleger wurde niemand verletzt." Auf dem Boden an der Südwestecke des Botschaftsgeländes, wo Visa beantragt werden, waren Explosionsspuren zu sehen.
Straße wieder freigegeben
Die Polizei riegelt das Gebiet vorübergehend ab, gab die Straße vor der Botschaft aber nach weniger als einer Stunde wieder für den Verkehr frei.
Die Nachrichtenagentur dpa erfuhr von einem chinesischen Mitarbeiter der US-Botschaft, jemand habe einen Gegenstand über den Zaun auf das Grundstück des Anwesens geworfen. Doch habe ein Botschaftsmitarbeiter das Teil wieder zurück auf die Straße geworfen, wo es dann explodiert sei. Es sei ein selbst gebastelter Sprengsatz gewesen. Offiziell bestätigt ist das aber nicht.
Zuvor hatten staatliche Medien berichtet, die chinesische Polizei habe eine Frau abgeführt, die sich mit Benzin übergossen habe, um sich offenbar selber anzuzünden. Dazu gab es zunächst keine weiteren Informationen.
Die US-Botschaft liegt am Stadtrand von Peking. In der Umgebung befinden sich mehrere Botschaften, darunter auch die von Indien und Israel.