Pentagon Weitere Reservisten einberufen
Washington/New York - Das Pentagon hat am Samstag (Ortszeit) weitere 5172 Reservisten zum Dienst berufen. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der aktivierten Reservisten auf gut 10.000, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Einberufenen sollen vor allem auf Stützpunkten in den USA aushelfen, wo Truppen und Kampffliegerverbände sich auf die Verlegung in die Region des Persischen Golfs vorbereiten.
Das Pentagon verweigert nach wie vor alle Informationen über Truppenbewegungen. Ein Verlegungsbefehl für Truppen und Kampfflugzeuge war am Mittwoch bekannt geworden, ein zweiter soll noch an diesem Wochenende ergehen. Von einem Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Louisiana starteten in der Nacht zu Samstag mehrere B-52-Langstreckenbomber. Sie sollen dem Vernehmen nach an Stützpunkte am Persischen Golf verlegt worden sein. In Fernost verließ der US-Flugzeugträger "Kitty Hawk" seinen japanischen Stützpunkt.
Bei einer Militäraktion zur Aufspürung Bin Ladens in Afghanistan wollen die USA und Großbritannien nach einem Bericht der "Financial Times" im Alleingang handeln. Nach Informationen des Blattes sind sich Präsident George W. Bush und Premierminister Tony Blair einig, dass für eine derartige Militäraktion eine "straffe Kommandostruktur" notwendig sei. Bush beriet am Samstag vom Präsidentenlandsitz Camp David aus mit dem Nationalen Sicherheitsrat die weitere Strategie. Mehrere B-52-Langstreckenbomber starteten mit unbekanntem Ziel vom Stützpunkt Barksdale im US-Bundesstaat Louisiana. Mehrere Stützpunkte in Nahost sollten weiter verstärkt werden, meldeten US-Medien.