Peres: Aus der Kandidatur wird nichts - DER SPIEGEL
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Peres Aus der Kandidatur wird nichts

Er scheint der ewige Verlierer zu bleiben. Ein knappes halbes Jahr nachdem Schimon Peres überraschend mit seiner Präsidentschaftskandidatur scheiterte, erlitt der frühere israelische Ministerpräsident erneut eine Pleite.
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Jerusalem - Schon einen Tag nach ihrer Ankündigung scheiterte die Kandidatur des ehemaligen Regierungschefs und Friedensnobelpreisträgers für das Amt des israelischen Ministerpräsidenten. Der Vorstand des linksliberalen Meretz-Blocks, auf dessen zehn Abgeordnete in der Knesset Peres angewiesen ist, lehnte am Donnerstagabend eine Unterstützung des Friedenspolitikers ab. Damit ist Ministerpräsident Ehud Barak wieder einziger Kandidat des Regierungslagers bei der Wahl im Februar.

Der Meretz-Vorstand stimmte mit 25 gegen 17 Stimmen bei drei Enthaltungen gegen die Unterstützung der Kandidatur Peres'. Er folgte damit offenbar einer Empfehlung des Vorsitzenden Jossi Sarid, der bereits nach einer Unterredung mit Peres am Vormittag diesen zur Rücknahme seiner Kandidatur aufgefordert hatte. Barak hatte Peres, der sich dem Regierungschef wegen seiner Ausklammerung aus dem Friedensprozess zunehmend entfremdet hat, daraufhin die Leitung der Verhandlungen mit den Palästinensern angeboten. Peres ließ das Angebot von einem Sprecher mit den Worten kommentieren, er suche keinen Job, sondern den besten Weg, den rechten Likud-Chef Ariel Scharon bei der Februar-Wahl zu schlagen.

Die Kandidatur des früheren Regierungschefs hatte das israelische Regierungslager in eine Zerreißprobe zu stürzen gedroht. Peres sagte nicht, ob er Barak bei seiner Kandidatur tatkräftig unterstützen wolle. Er erklärte lediglich, er sei "noch immer Mitglied der Arbeitspartei" Baraks und wolle weiter für den Frieden mit den Palästinensern arbeiten.

Der 77-Jährige, einer der Hauptarchitekten des Friedensprozesses im Nahen Osten, genießt das besondere Vertrauen des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat und hatte sich des öfteren unzufrieden über Baraks Politik gegenüber den Palästinensern geäußert. In Meinungsumfragen waren ihm bessere Chancen als Barak eingeräumt worden, Scharon zu schlagen.

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