Peschawar Explosion trifft Bus mit Schulkindern
Islamabad - Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag am Rande der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 20 weitere Menschen seien dabei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.
Der Attentäter habe sich in einem mit Sprengstoff beladenen Wagen in der Nähe einer Kontrollstelle der Polizei und der Grenztruppen am Stadtrand in die Luft gesprengt. Unter den Verletzten seien auch sechs Kinder, die zum Zeitpunkt der Detonation in einem Schulbus an dem Anschlagsort vorbeifuhren.
Die radikalislamischen Taliban hatten zuvor mit einer Eskalation der Gewalt gedroht, sollte das Militär seine Operationen im Nordwesten Pakistans nicht einstellen. Taliban-Kämpfer und Anhänger des Terrornetzes al-Qaida haben in der unruhigen Nordwest-Grenzprovinz bereits Dutzende von Selbstmordattentaten verübt. Ziel sind Sicherheitskräfte, Politiker und Zivilisten.
Die Taliban haben Teile der Region unter ihrer Kontrolle. Die Armee hat in der vergangenen Woche eine Offensive im Distrikt Dir begonnen, bei der bislang nach Armeeangaben mindestens 87 Taliban-Kämpfer und vier Soldaten starben. Bei einer Operation in Dir waren zuvor mehr als hundert Extremisten getötet worden.
Die Taliban sind in der Atommacht Pakistan ebenso wie im benachbarten Afghanistan auf dem Vormarsch. Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari und sein afghanischer Amtskollege Hamid Karzai kommen deswegen an diesem Mittwoch in Washington mit US-Präsident Barack Obama zu einem Krisengipfel zusammen.