Philippinen Abu-Sayyaf tötet US-Geisel
Manila - Ihre spektakulären Entführungen sind weltweit bekannt: Die radikal-islamischen Abu-Sayyaf - "Vater des Schwerts" - kämpfen nach eigener Darstellung für einen muslimischen Staat auf den südlichen Philippinen - und schrecken vor fast nichts zurück. Vier Monate hielten sie vor zwei Jahren die Göttinger Familie Wallert auf Jolo fest. Auch den US-Missionar Martin Burnham und die philippinische Krankenschwester Deborah Yap nahmen sie als Geisel. Bei einem Gefecht zwischen den Rebellen und Soldaten der philippinischen Armee seien die beiden nun getötet worden, teilte die philippinische Präsidentin Gloria Macapal Arroyo mit.
Auch Burnhams Frau soll bei dem Gefecht verletzt worden sein und sich in einem Militärkrankenhaus im Süden der Phillippinen befinden. Arroyo sagte lediglich, Gracia Burnham sei in Sicherheit. Nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste gibt es enge Verbindungen zwischen den Rebellen und dem Terrornetzwerk al-Qaida. Aus Sicht der Geheimdienste handelt es sich bei den Abu-Sayyaf-Rebellen um Terroristen.
Nach dem Einsatz gegen den "internationalen Terrorismus" in Afghanistan hatten die USA auch Elite-Soldaten auf die Philippinen entsandt, um die dortige Armee bei der Spezialisierung im Kampf gegen Terroristen zu schulen. Nach Angaben des philippinischen Armeechefs Roy Cimatu waren US-Soldaten an dem Einsatz gegen die Abu-Sayyaf in Zamboanga del Norte am Freitag nicht beteiligt.