Putin: Nordkorea will auf eigene Raketen verzichten - DER SPIEGEL
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Putin Nordkorea will auf eigene Raketen verzichten

Das von den USA kürzlich noch als "Schurkenstaat" eingestufte kommunistische Nordkorea ist bereit, auf ein eigenes Raketenbauprogramm zu verzichten. Das teilte Russlands Präsident Wladimir Putin nach einem Gespräch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il mit.
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Pjöngjang/Moskau - Nordkorea sei bereit, "ausschließlich Raketentechnologie anderer Länder zu nutzen, wenn es dafür freien Zugang zu Trägerraketen für die friedliche Erforschung des Weltraums bekommt", sagte Putin nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax in Pjöngjang. Nach Ansicht Putins sollten gerade die Länder Nordkorea dabei unterstützen, die den Staat als Bedrohung einschätzten. "Man kann die Bedrohung reduzieren, wenn man Nordkorea seine Trägerraketen zur Verfügung stellt", sagte Putin. Die USA führen als Begründung für die weltweit umstrittenen Pläne für den Aufbau einer nationalen Raketenabwehr (NMD) unter anderem eine mögliche atomare Bedrohung durch Nordkorea an.

Kim habe ihm versichert, dass "alle Raketenprogramme Nordkoreas einen ausschließlich friedlichen Charakter haben", sagte Putin weiter. Russland sei bereit, zu einer Verbesserung der Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel beizutragen. Den Friedensprozess zwischen Nord- und Südkorea müssten aber auch die USA, China und Japan unterstützen, forderte er. Beide Staatsoberhäupter wollten zum Abschluss der Gespräche eine Erklärung zu Sicherheitsfragen und die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel unterzeichnen.