Raketenprogramm: Iran will neuen Satelliten starten - DER SPIEGEL
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Raketenprogramm Iran will neuen Satelliten starten

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat den Start eines neuen Satelliten angekündigt. Im Atomstreit mit den USA und Europa könnte das für Unmut sorgen: Die eingesetzte Raketen-Technologie kann ebenso dazu dienen, Atomsprengköpfe abzufeuern.
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Teheran - Iran will erneut einen Satelliten in eine Erdumlaufbahn schießen - mit einer Rakete, die eine Reichweite von 700 bis 1500 Kilometern hat. Der Satellit soll größer sein als der Vorgänger, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad in einer Rede vor Studenten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet. Iran hatte im Februar erfolgreich einen eigenen Satelliten gestartet.

Die Ankündigung könnte international für Aufsehen sorgen, weil mit der Technologie für die Satelliten-Starts auch Atomsprengköpfe abgefeuert werden könnten. Iran, viertgrößter Öllieferant der Welt, steht international wegen seines Atomprogramms in der Kritik. Nach eigenen Angaben beherrscht das Land den gesamten Prozess zur Herstellung nuklearer Brennstoffe. Die Regierung der islamischen Republik weist Vorwürfe des Westens zurück, mit dem Kernforschungsprogramm eine Atombombe bauen zu wollen.

betont immer wieder das Recht Irans auf ein friedliches Atomprogramm und lehnt Verhandlungen über das Programm strikt ab, die ein Ende der Uran-Anreicherung zum Ziel haben.

Insgesamt plant Iran den Start von sieben weiteren Satelliten, die Forschungs- und Telekommunikationszwecken dienen sollen. Erwartet wird, dass die Satelliten ebenfalls zur Spionage genutzt werden können. In den Nachbarländern Irak und Afghanistan sind umfangreiche ausländische Truppen stationiert.

Anfang Februar hatte eine Trägerrakete vom Typ Typ "Safir 2" (Botschafter) erfolgreich einen Satelliten ins All gebracht. Der relativ leichte Satellit mit Namen "Omid" (Hoffnung) war komplett von iranischen Wissenschaftlern konstruiert worden. Nach sieben Woche im Weltraum habe "Omid" seine Mission erfüllt, meldeten staatliche Medien im vergangenen Monat.

ore/Reuters

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