Reaktionen Auch Schweden fordert Entschuldigung
Stockholm/Kopenhagen - Die schwedische Regierung erwartet vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi eine Entschuldigung für seine Äußerungen im Europaparlament. "Zum einen hätte Berlusconi das nicht sagen dürfen, zum anderen sollte er sich entschuldigen", sagte die sozialdemokratische Außenministerin Anna Lindh. Sie nannte Berlusconis Äußerung "furchtbar". Die italienische EU-Ratspräsidentschaft werde nun schwieriger, vor allem mit Blick auf das Aushandeln von Kompromissen.
In Kopenhagen forderte der Fraktionsvorsitzende der regierenden Rechtsliberalen, Jens Rhode, Berlusconi solle sich entschuldigen. Er warnte aber auch vor einer "Überbewertung" der umstrittenen Äußerung. Der sozialdemokratische Oppositionschef und Ex-Außenminister Mogens Lykketoft sagte, er hoffe, dass durch die Straßburger Entgleisung möglichst vielen italienischen Wählern die Augen über ihren Ministerpräsidenten geöffnet worden seien.