Reaktionen auf die Anschläge in Kenia "Mord an Unschuldigen"
Berlin - Außenminister Joschka Fischer hat sich mit Trauer und Empörung zu dem Selbstmordanschlag auf ein israelisches Hotel in Mombasa geäußert. "Wir sind empört über diesen brutalen und mörderischen Anschlag auf Touristen", sagte der Minister am Donnerstag in Berlin.
Das Attentat sei auch ein Anschlag auf das friedliche Zusammenleben gewesen. "Es ist der Versuch, mit dem Mord an Unschuldigen die Situation im Nahen Osten eskalieren zu lassen", sagte Fischer. Das Auswärtige Amt hat keine Erkenntnisse über deutsche Opfer bei dem Anschlag. Zum jetzigen Zeitpunkt könnten deutsche Opfer aber auch nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher.
Bundesinnenminister Otto Schily sagte, die Anschläge in Mombasa zeigten, wie ernst die Bedrohung und die terroristischen Netzwerke zu nehmen seien. Es sei aber unmöglich, die Sicherheit so genannter weicher Ziele zu garantieren. "Wir können nicht jedes Hotel von der Polizei beschützen lassen." Laut Schily ist in Deutschland auch der Schutz von Flughäfen im Visier der Sicherheitsbehörden. "Wir können von unseren Flughäfen sagen, dass sie besser bewacht sind als Flughäfen in anderen Teilen der Welt."