Reaktionen: Cheney bedauert Libbys Rücktritt - DER SPIEGEL
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Reaktionen Cheney bedauert Libbys Rücktritt

US-Vizepräsident Richard Cheney hat den Rücktritt seines Stabschefs Lewis Libby "mit tiefstem Bedauern akzeptiert". Die Demokraten forderten US-Präsident Bush auf, zu der Anklage im Zusammenhang mit der CIA-Affäre Stellung zu nehmen.
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Washington - Libby sei einer der fähigsten und talentiertesten Menschen, die er jemals gekannt habe, hieß es in einer in Washington veröffentlichten Erklärung des Vizepräsidenten. Libby, der sich im Zuge des Skandals um die Enttarnung einer CIA-Agentin unter anderem wegen Meineids verantworten muss, habe der Nation "unermüdlich gedient".

Cheney warnte vor einer Vorverurteilung. Er wies darauf hin, dass im amerikanischen System eine Person als unschuldig gelte, solange ein Gericht nichts anders entscheide. Das müsse auch für Libby gelten.

Die Fraktionschefin der oppositionellen Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, sprach von einem "traurigen Tag" für die USA. Dies sei ein weiteres Beispiel für die Kultur der Korruption bei den Republikanern, fügte sie hinzu.

Die Kommunikationschefin der demokratischen Partei, Karen Finney, sagte, US-Präsident George W. Bush müsse persönlich zu den Vorgängen Stellung nehmen. Das amerikanische Volk habe Recht darauf, dass er direkt auf die Rolle eingeht, die seine Berater bei der Manipulation der Geheimdienste gespielt haben, um die Unterstützung für den Krieg im Irak zu erhalten, sagte sie.