Roadmap: Bush will die Koffer packen - DER SPIEGEL
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Roadmap Bush will die Koffer packen

Schon Anfang Juni will US-Präsident George W. Bush angeblich in den Nahen Osten reisen, um dort den Friedensprozess voranzubringen. Auch Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und sein palästinensischer Kollege Mahmud Abbas wollen sich offenbar schon in Kürze treffen.
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Jerusalem - Nach derzeitigem Planungsstand wolle Bush im ägyptischen Badeort Scharm al-Scheich am Roten Meer mit Scharon und Abbas zusammentreffen, hieß es aus dem Weißen Haus. Am Sonntag verließ bereits eine Militärmaschine mit US-Beamten an Bord Washington und flog in Richtung Nahost, um dort den Besuch Bushs vorzubereiten. Als möglicher Ort für ein Treffen wurde auch das jordanische Akaba genannt. Auch dem israelischen Außenminister Silwan Schalom zufolge soll das Treffen wahrscheinlich Ende nächster Woche in Jordanien stattfinden.

Ob Bush mit Scharon und Abbas zu einem Dreiergipfel zusammenkommt oder sich mit den beiden Politikern separat trifft, ist noch unklar. Bush wird am Freitag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufbrechen und dann zum G-8-Gipfel nach Evian in Frankreich weiterreisen. Die Nahost-Reise würde sich diesem Besuch in Europa anschließen.

Der palästinensische Minister Jassir Abed Rabbo sagte nach israelischen Medienberichten, ein Gespräch zwischen Abbas und Scharon werde in den kommenden 48 Stunden stattfinden. Der palästinensische Außenminister Nabil Schaath sagte dem US- Nachrichtensender CNN, Scharon und Abbas würden bereits heute über die Umsetzung des Plans beraten.

Das israelische Kabinett hatte am Sonntag dem neuen Friedensplan, der so genannten Roadmap, mit knapper Mehrheit zugestimmt. Damit akzeptierte Israel zum ersten Mal formell das Recht der Palästinenser auf einen unabhängigen Staat. Nur 12 der 23 Minister votierten nach sechsstündiger Debatte für die Roadmap, die die USA, die EU, Russland und die Uno gemeinsam entwickelt haben. 7 Minister stimmten gegen das Konzept, 4 enthielten sich. Die Tel Aviver Börse reagierte mit Kursanstiegen von rund sieben Prozent auf die Billigung des Friedensplans.

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