Rom Blockaden gegen Bush-Besuch
Rom - Bush traf am Morgen mit dem italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi zusammen. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen fuhr er in den Quirinalspalast. Zugleich kam es zu ersten Protesten gegen den Besuch.
Bush-Gegner schossen mit Feuerwerkskörper auf eine Militärschule am Rande des Zentrums. Außerdem blockierten sie eine Stadtautobahn bei Rom und legten den Verkehr auf Zufahrtsstraßen in Außenbezirken lahm, indem sie Kartons und Decken in Brand setzten. Für den Nachmittag sind größere Demonstrationen vorgesehen.
Insgesamt wurden mehr als 10.000 Sicherheitskräfte für die zweitägige Visite des amerikanischen Präsidenten mobilisiert. Italienische Zeitungen berichten heute, radikale Bush-Gegner wollten das Auto des US-Präsidenten stoppen.
Bush traf mittlerweile im Vatikan mit dem Papst zusammen, dem er eine Ehrenmedaille überreichen will. Papst Johannes Paul II. gilt als strikter Gegner des Irak-Krieges. Außerdem trifft Bush US-Veteranen und besucht die Ardeatinischen Höhlen, wo SS-Angehörige 1944 über 300 italienische Zivilisten erschossen hatten. Rom wurde genau vor 60 Jahren durch alliierte Truppen befreit.
Am Samstag reist Bush nach Paris zu einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac weiter. Höhepunkt seiner Europa-Reise ist am Sonntag die Teilnahme an den Gedenkfeiern zur Landung alliierter Truppen in der Normandie.