Rüstungsgeschäft Russland rechnet mit milliardenschweren Waffenverkäufen an Venezuela
Putin und Chávez: "Gesamtvolumen könnte die fünf Milliarden Dollar übertreffen"
Foto: JORGE SILVA/ REUTERSMoskau - Kurz nach seinem Lateinamerika-Besuch hat der russische Ministerpräsident Waffenverkäufe im Milliardenwert an in Aussicht gestellt. "Unsere Delegation ist gerade von Venezuela zurückgekehrt und das Gesamtvolumen der Bestellungen könnte die fünf Milliarden Dollar übertreffen", sagte Putin mehreren russischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag. Es seien noch keine Verträge unterschrieben worden.
Laut der Nachrichtenagentur RIA ist in der Gesamtsumme eine Kreditlinie von 2,2 Milliarden Dollar für russische Waffen enthalten, die Venezuelas Präsident bereits im September erhalten hat.
Die USA äußerten sich besorgt über die mögliche Verbreitung von Waffen, die auf ein solch großes Geschäft folgen könne.
Allein seit 2005 hat Chávez rund vier Milliarden Dollar für russische Kampfjets, Hubschrauber und Maschinengewehre ausgegeben. Chávez ist ein lautstarker Kritiker der US-Militärpräsenz im Nachbarland Kolumbien. Trotz der Spannungen ist Venezuela einer wichtigsten Öllieferanten der USA.