Russland-Affäre: Donald Trump Jr. spielt Treffen mit russischer Anwältin runter - DER SPIEGEL
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Russland-Affäre Trump Jr. spielt Treffen mit russischer Anwältin herunter

Im Juni 2016 traf sich Donald Trumps ältester Sohn mit einer russischen Anwältin - wohl in der Hoffnung auf belastendes Material über Hillary Clinton. Vor einem Ausschuss beteuert er nun seine Unschuld.
Donald Trump junior
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Foto: Matt York / AP
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Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump ist wegen der Russland-Affäre von einem Senatsausschuss befragt worden - allerdings hinter verschlossenen Türen: In einer vorbereiteten Stellungnahme für die Sitzung ging Donald Trump Jr. dennoch auf das umstrittene Treffen mit einer russischen Anwältin ein. Er habe diesem zugestimmt, weil er interessiert gewesen sei, welche Informationen diese über Hillary Clinton habe.

In der Stellungnahme , die der "New York Times" vorliegt, hieß es weiter, er habe sich anhören wollen, welche Informationen die Anwältin über die "Eignung, den Charakter oder die Qualifikation" der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin besitze.

Der Präsidentensohn hatte dem Gespräch im Juni 2016 zugestimmt, nachdem ihm belastendes Material über Clinton versprochen worden war. In einer E-Mail an ihn war von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, Donald Trump im Wahlkampf um die amerikanischen Präsidentschaft zu helfen (mehr dazu lesen Sie hier). Dies gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

Treffen angeblich ergebnislos

Trump Jr. betonte laut "New York Times" erneut, dass das Treffen letztlich ergebnislos verlaufen sei. Er wies zudem die Darstellung zurück, er habe mit der russischen Regierung konspirativ zusammengearbeitet, um die Wahl zu beeinflussen.

Das Treffen ist deshalb so brisant, da US-Geheimdienste Moskau beschuldigen, sich in den Wahlkampf eingemischt zu haben - und zwar mit dem Ziel, Trump zu helfen und Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei eine Zusammenarbeit mit Trumps Wahlkampflager gegeben hat.

Bei dem Gespräch im Juni waren auch der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, und der damalige Vorsitzende der Wahlkampagne, Paul Manafort, anwesend. Sein Vater habe damals nichts davon gewusst, sagte Trump junior bereits vor Wochen.

mho/dpa