Saddam-Fahndungsfotos: Wie grinst der Diktator heute? - DER SPIEGEL
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Saddam-Fahndungsfotos Wie grinst der Diktator heute?

Digital bearbeitete Fotos sollen den US-Soldaten bei der Suche nach Saddam Hussein helfen. Sie zeigen, wie der Ex-Diktator mit grauen Haaren oder Vollbart aussehen würde. Unterdessen ging der US-Armee erneut ein enger Mitarbeiter des gestürzten Herrschers ins Netz.
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Bagdad - Mit der Festnahme eines Leibwächters aus dem engen Kreis um Saddam Hussein hoffen die USA den Druck auf die flüchtigen Mitglieder des gestürzten irakischen Regimes zu verstärken. Der ranghohe Armeeoffizier soll gesuchten Topfunktionären bei der Flucht geholfen haben, wie ein US-Militärsprecher am Freitagabend erklärte. Zudem soll er Guerilla-Attacken geplant sowie Waffen für den Kampf gegen die Besatzungsmacht beschafft haben.

Die Verhaftung des Leibwächters werde die noch flüchtigen Angehörigen des Bagdader Regimes aufscheuchen, sagte Oberstleutnant Steve Russell. Der Mann habe sich ergeben, nachdem er von einem Dutzend Soldaten in einem Haus in Tikrit gestellt worden sei. Nähere Angaben über seine Identität liegen bisher nicht vor. Rund 100 US-Soldaten hatten zuvor zwei Häuser in Tikrit gestürmt und zwei Männer beim Nachmittagsschlaf überwältigt. Dabei soll es sich um wichtige Vertraute Saddam Husseins gehandelt haben.

Bei der Suche nach dem gestürzten Staatschef sollen den US-Soldaten digital bearbeitete Fotografien helfen. Auf den seit Freitag verteilten Fotos wird Saddam Hussein dargestellt, wie er nach dreieinhalb Monaten auf der Flucht aussehen könnte.

Saddam Hussein - Weiß ohne Bart

Saddam Hussein - Weiß ohne Bart

Foto: Centcom
Saddam Hussein: Weiß - weißer Bart

Saddam Hussein: Weiß - weißer Bart

Foto: Centcom
Saddam Hussein - Weiß, grauer Bart

Saddam Hussein - Weiß, grauer Bart

Foto: Centcom
Saddam Hussein - Traditionell

Saddam Hussein - Traditionell

Foto: Centcom
Saddam Hussein - Modern

Saddam Hussein - Modern

Foto: Centcom


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Die am Freitag veröffentlichte Tonbandbotschaft stuft der US-Geheimdienst CIA als wahrscheinlich authentisch ein. Auf dem vom arabischen Fernsehsender al-Dschasira abgespielten Band hatte der Sprecher zum Widerstand gegen die amerikanische Besatzungsmacht in Irak aufgerufen. Es handelte sich bereits um das vierte Saddam Hussein zugeschriebene Tonband, das arabische Fernsehsender seit dem 14. Juli ausstrahlten.

Der gewaltsame Widerstand gegen die US-Truppen hält auch an diesem Wochenende weiter an. Bei einem Granatanschlag östlich von Bagdad wurden nach Militärangaben ein Soldat getötet und drei seiner Kollegen verletzt. Al-Dschasira meldete einen weiteren getöteten US-Soldaten bei einem Anschlag nördlich der irakischen Hauptstadt. Nach Militärberichten wurde außerdem eine Frau erschossen, als amerikanische Soldaten in Selbstverteidigung auf einen Angriff reagiert hätten. Die Frau habe in der Nähe der Angreifer gestanden.

Tote Saddam-Hussein-Söhne beerdigt

Die US-Armee übergab unterdessen die Leichen der Söhne Saddam Husseins dem irakischen Roten Halbmond. Dieser brachte die sterblichen Überreste von Udai und Kussei Hussein zur Beisetzung nach Tikrit, dem Heimatort der Brüder, wo sie am Samstag in einem Familiengrab bestattet wurden. Udai und Kusei Hussein kamen am 22. Juli in Mossul bei einem Feuergefecht mit US-Soldaten ums Leben. Ihre Leichen waren seither auf einem US-Stützpunkt am Flughafen von Bagdad aufbewahrt worden.

Mit den beiden Brüdern wurde Kusseis Sohn, der 14-jährige Mustafa Hussein begraben. Auch er soll bei dem Feuergefecht in Mossul getötet worden sein.

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