Scharm al-Scheich Nahost-Gipfel verschoben
Kairo - Wie das staatliche ägyptische Fernsehen berichtete, soll ein neuer Termin noch festgelegt werden, da die Positionen von Israelis und Palästinensern zum US-Vermittlungsvorschlag noch weit auseinander lägen.
Der stellvertretende israelische Verteidigungsminister Efraim Sneh sagte dem US-Nachrichtensender CNN, ein Treffen des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat und dem amtierenden israelischen Regierungschef Ehud Barak sei "augenblicklich" nicht geplant. Das israelische Kabinett akzeptierte nach Angaben von Sneh den US-Vorschlag am frühen Donnerstagmorgen als "annehmbare Basis für Verhandlungen".
Das Treffen zwischen Mubarak und Arafat werde am Donnerstag um 11.30 Uhr Ortszeit in Kairo stattfinden. Unterdessen wurde bekannt, dass sich Barak nicht am Donnerstag mit Mubarak treffen wird. Baraks Büro teilte mit, Barak habe das Treffen mit Mubarak und seine Reise ins ägyptische Scharm al-Scheich abgesagt.
Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die USA gäben die Hoffnung auf eine Chance für den Vermittlungsvorschlag von Präsident Bill Clinton noch nicht auf. Es bestünde immer noch die Möglichkeit eines Treffen von Barak, Arafat und des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Schließlich habe Clinton noch keine endgültige Antwort Arafats erhalten. Es gebe nur einen Brief, in dem Arafat um die Klärung einiger Punkte nachsuche. "Es sind immerhin noch einige Stunden bis zum Beginn des Gipfels, und die Lage in der Region ändert sich sich schnell", sagte der Sprecher des Weißen Hauses. Clinton hatte am Mittwoch mit Mubarak, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und hohen Politikern in Saudi-Arabien und Jordanien die Situation im Nahen Osten diskutiert.
Clinton sah vor der Absage des Gipfels eine Einigung im Nahen Osten "näher als jemals zuvor".