Schröder "Ein bisschen mehr durchatmen"
Moskau/Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den Durchbruch auf dem Krisengipfel im ägyptischen Scharm el-Scheich in Richtung Gewaltfreiheit gewürdigt. Mit großem Respekt vor allen Beteiligten habe er von dem Ergebnis Kenntnis genommen, sagte Schröder. Damit sei die Grundlage geschaffen, der Gewalt und dem Blutvergießen Einhalt zu gebieten. Die Menschen auf der ganzen Welt könnten "ein bisschen mehr durchatmen" nach der Einigung, "auch wenn wir noch zittern müssen". Entscheidend sei die vollständige und unverzügliche Umsetzung der Vereinbarung. Der Friedensprozess könne nur dann wiederbelebt werden, wenn es gelinge, jede weitere Eskalation zu verhindern und politische Stabilität zu schaffen.
Auch Außenminister Joschka Fischer äußert sich erleichtert. "Wir hoffen, dass Scharm al-Scheich eine Deeskalation einleiten und diese Bestand haben wird", sagte Fischer. Er hoffe, dass die positiven Ergebnisse des Gipfels auch Bestand bei den Konfliktparteien und im gesamten Nahen Osten haben. Alles andere würde auf eine Eskalation hinauslaufen und zu großen Tragödien führen.
Beim Krisengipfel ist nach Ansicht des russischen Außenministers Igor Iwanow das "Höchstmögliche" erreicht worden. "Dies ist das Maximum dessen, was in dieser Phase erzielt werden konnte", sagte Iwanow zu den Vereinbarungen. Er erneuerte zudem Russlands Bereitschaft, zur Stabilisierung der Lage und zur Lösung der Probleme in Nahost beizutragen.