Schröder trifft Blair Versuch einer Wiederannäherung
Berlin - Rund eine Stunde lang wollen sich Tony Blair und Gerhard Schröder in Hannover treffen. Der Kanzler will Blair dabei über die Ergebnisse seines Treffens mit den Präsidenten Frankreichs und Russlands, Jacques Chirac und Wladimir Putin, am vergangenen Wochenende in St. Petersburg informieren.
Eine humanitäre Konferenz für den Irak unter deutscher Leitung steht nach Angaben des Auswärtigen Amts nicht zur Debatte. Solche Überlegungen gebe es derzeit nicht, sagte eine AA-Sprecherin in Berlin. Sie bezog sich dabei auf die Frage, ob eine solche Konferenz für den Irak nach dem Vorbild der Afghanistan-Geberkonferenz in Berlin Ende 2001 denkbar sei. Über die humanitäre Hilfe für den Irak werde beim EU-Außenministertreffen in Luxemburg am Montag und beim EU-Gipfel diese Woche in Athen beraten.
Die Bundesregierung prüft weit reichende Hilfen für schwer verletzte Kinder im Irak. Dazu gehöre auch eine Behandlung in deutschen Krankenhäusern. Der entsprechende Vorschlag von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul werde weiter verfolgt, hieß es aus ihrem Ministerium. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass auch die Möglichkeit eines Transportes mit Bundeswehrmaschinen geprüft werde. Einzelheiten könnten aber noch nicht genannt werden. Dazu sei es noch zu früh.
Auch Grünen-Chefin Angelika Beer sagte, die zuständigen Ministerien sollten prüfen, ob verletzte Zivilisten ärztlich betreut werden könnten, indem man sie nach Deutschland bringe. Die Grünen riefen zu Spenden für Irak auf.