Schweiz Ja zu Ausländern
Bern - Nach dem vorläufigen Endergebnis lehnten rund 63 Prozent der Schweizer die Initiative zur Begrenzung des Ausländeranteils ab. In der Schweiz fand zum fünften Mal in drei Jahrzehnten eine Volksabstimmung zur Ausländerpolitik statt, die einen fremdenfeindlichem Unterton hatte. Die Volksinitiative für eine Regelung der Zuwanderung verlangte, dass der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung auf 18 Prozent beschränkt wird. Zurzeit beträgt er 19,3 Prozent.
Die angestrebte Quote ist im Vergleich zu den früheren Ausländerinitiativen, die alle gescheitert sind, moderat. Dennoch oder gerade deshalb wurde das Begehren von der Regierung und der Wirtschaft als gefährlich eingestuft. Das Engagement von Bankiers, die sich sonst in politischen Dingen zurückhalten, in dieser Frage, machte deutlich, dass wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen. Es wurden viele Ja-Stimmen aus allgemeinem Unbehagen über die Ausländerpolitik befürchtet.