Schweiz: Kampfjet der Armee abgestürzt - DER SPIEGEL
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Schweiz: Flugzeug an Bergwand zerschellt

Foto: Urs Flueeler/ dpa

Kanton Obwalden Schweizer Kampfjet zerschellt an Felswand

In der Schweiz ist ein Kampfjet der Armee verunglückt. Laut Augenzeugen prallte er gegen eine Felswand, Triebwerk und Trümmerteile stürzten auf eine Straße. Es soll eine Feuerwalze gegeben haben. Die beiden Piloten sind vermutlich tot.
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Bern - Der abgestürzte Kampfjet der Schweizer Armee war vom Typ F/A-18. Das teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Bern mit. Das Mehrzweckkampfflugzeug des US-Herstellers McDonnell sei über dem zentralschweizerischen Kanton Obwalden abgestürzt. Zur Ursache oder zum Hergang des Unglücks konnte die Militärführung zunächst kaum Angaben machen - wohl auch, weil das Flugzeug in dicht bewaldetem und schwer zugänglichem Gelände abstürzte.

Die beiden Piloten kamen mit großer Wahrscheinlichkeit ums Leben, erklärte der Schweizer Armeechef André Blattmann mehrere Stunden nach dem Absturz. Es gebe zwar noch keine hundertprozentige Sicherheit, jedoch ließen die Bilder und Berichte "das Schlimmste vermuten". Er fügte hinzu: "Wir können nicht zuversichtlich sein." Luftwaffen-Kommandant Aldo Schellenberg sagte: "Es ist ein schwarzer Tag für die Armee und auch für die Luftwaffe."

Ein Augenzeuge berichtete dem Online-Portal der Schweizer Zeitung "Blick", der Kampfjet sei gegen 13.30 Uhr am Berg Lopper gegen eine Felswand geprallt. Das Areal liegt nahe dem Vierwaldstätter See. "Ich stand auf dem Balkon, als die zwei F/A-18 sehr tief vorbeiflogen. Dann gab es einen Knall. Ein Jet war in eine Felswand geknallt", wurde der Zeuge zitiert. Der Mann berichtete, er habe ein Triebwerk und weitere Trümmerteile auf der Straße gesehen. Eine Zeugin sagte einem lokalen Sender, sie habe eine Feuerwalze gesehen.

Nebel und starker Wind

Von dem Unglücksflugzeug sei kein Notsignal gesendet worden, teilte die Armee mit. Die andere Maschine habe eine steile Umkehrkurve geflogen, wie sie bei plötzlich schlechtem Wetter üblich sei und von der Luftwaffe eigens trainiert werde. Ob dies auch der Pilot des dann abgestürzten Flugzeugs versuchte, blieb vorerst unklar. Die Wetterbedingungen seien beim Start für Trainingsflüge ausreichend gewesen, sagte Schellenberg zu Berichten, wonach es im Unfallgebiet Nebel und starken Wind gegeben haben soll.

Unweit der Absturzstelle nahe Alpnachstad befindet sich der Militärflugplatz Alpnach. Die Schweizer Bahn teilte mit, durch einen Stromausfall infolge des Absturzes sei die Strecke zwischen Hergiswil und Alpnach Dorf unterbrochen.

1998 war bereits ein Kampfjet des selben Typs im Schweizer Kanton Wallis abgestürzt. Dabei waren beide Besatzungsmitglieder getötet worden.

ler/dpa

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