Selbstmordanschlag im Irak: Mindestens elf Tote nach Explosion in Gefängnis - DER SPIEGEL
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Selbstmordanschlag im Irak Mindestens elf Tote nach Explosion in Gefängnis

Schwerer Anschlag auf ein Gefängnis im Norden von Bagdad: Ein Selbstmord-Attentäter fuhr mit seinem Sprengstoff beladenen Auto in das Haupttor der Haftanstalt. Durch die Explosion wurden mindestens elf Menschen getötet.
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Bagdad - Es ist der dritte tödliche Anschlag im Irak innerhalb von wenigen Tagen: Bei einem Selbstmord-Attentat kamen in der Stadt Tadschi mindestens elf Menschen ums Leben. Der Täter sei am Montagmorgen in seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in das Haupttor eines Gefängnisses gefahren, sagte ein Polizist. Tadschi liegt etwa 25 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Bagdad entfernt.

Zahlreiche Wärter und zivile Angestellte seien zum Zeitpunkt des Attentats gerade auf dem Weg zur Arbeit gewesen, sagte der Beamte. Unter den Toten seien sieben Polizisten. Bei den übrigen Opfern handele es sich um Zivilpersonen. Bis zu 20 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter auch Frauen.

Aus Angst vor einem zweiten Anschlag hatten Polizisten und Wärter in die Luft geschossen, um die Menge zu zerstreuen. Außerdem wurde die Gegend um das Gefängnis nach Polizeiangaben abgeriegelt, um eine Flucht der Gefängnisinsassen zu verhindern.

Bereits am Samstag hatte es im Westen der Hauptstadt und auf einem Markt mehrere Explosionen gegeben: Dabei kamen mindestens 15 Personen ums Leben. Drei Tage zuvor wurden bei drei Bombenattentaten in der südirakischen Stadt Basra 19 Menschen getötet.

heb/dapd/AFP