Proteste in Serbien: Studenten und Schüler gegen Vucic
Massendemonstrationen in Serbien Studenten und Schüler protestieren gegen neuen Präsidenten
Den zweiten Tag in Folge sind Tausende junge Menschen in Serbien auf die Straße gegangen. Sie protestieren gegen die Wahl von Regierungschef Aleksandar Vucic zum Staatspräsidenten - und halten die Wahl für manipuliert.
Der bisherige Ministerpräsident Vucic hatte die Wahl am Sonntag mit 55 Prozent für sich entschieden. Die zerstrittene Opposition mit ihren zehn Kandidaten spielte keine größere Rolle. Der 47-Jährige gehört zur konservativ-wirtschaftsliberalen Serbischen Fortschrittspartei (SNS) und führt die Regierung seit 2014. Früher gab er sich als serbischer Ultranationalist. Inzwischen verfolgt er das Ziel, sein Land in die EU zu führen.
Die Studenten und Schüler verabredeten sich über die sozialen Netzwerke zu den Protestmärschen in Belgrad, den beiden nächstgrößeren Städten Nis und Novi Sad sowie in weiteren Orten. Sie wollten sich keiner der vielen Oppositionsparteien zuordnen lassen.