Silvio Berlusconi muss sparen: Kein Geld für Tänzerinnen und Models - DER SPIEGEL
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Cavaliere auf Sparkurs Berlusconi streicht Tänzerinnen das Geld

Silvio Berlusconi muss sparen. Laut einem Zeitungsbericht verzichtet Italiens Ex-Ministerpräsident künftig auf sündhaft teure Bohnen - und stellt monatliche Zahlungen an 14 junge Models und Tänzerinnen ein.
Berlusconi mit seiner Freundin Francesca: Es muss gespart werden
Berlusconi mit seiner Freundin Francesca: Es muss gespart werden

Berlusconi mit seiner Freundin Francesca: Es muss gespart werden

Foto: ALESSANDRO BIANCHI/ Reuters
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Rom - Sie schmückten seine Partys mit ihrer Anwesenheit - und erhielten dafür Geld. Diese monatlichen Zahlungen an bis zu 14 Models und Tänzerinnen hat der ehemalige Ministerpräsident Italiens Silvio Berlusconi nun eingestellt. Das berichtet die Nachrichtenseite "La Repubblica" .

Demnach zahlte der 77-Jährige jungen Frauen zeitweise monatlich 2500 Euro. Die Frauen waren laut dem Bericht in Apartments in der Via Olgettina in Mailand untergebracht, für deren Miete Berlusconi aufkommt. Genannt wurden die Models und Tänzerinnen "Olgettine" - nach der Adresse.

Die Einstellung dieser Zahlungen sei ein Schritt, um Berlusconis Ausgaben zu verringern. Nach einer Reihe von Fehlinvestitionen und nach der kostspieligen Scheidung von seiner Ehefrau Veronica Lario müsse der Milliardär eine strikte Finanzdiät einhalten, berichtete "La Repubblica" am Freitag. Außerdem wolle der ehemalige Ministerpräsident aus seinem Palast ziehen, für den er 2,1 Millionen Euro Jahresmiete zahle - und in ein günstigeres Luxusapartment im Zentrum der italienischen Hauptstadt wechseln.

Ein Kilo Bohnen für 80 Euro

Berlusconis fast 50 Jahre jüngere Freundin Francesca Pascale hatte kürzlich einer Zeitung berichtet, sie überprüfe die Haushaltsbücher des 77-Jährigen. Dabei habe sie Rechnungen gefunden, in denen ein Kilo Bohnen mit 80 Euro abgerechnet wurde. Außerdem werde Berlusconi täglich frischer Fisch geliefert, obwohl er gar keinen Fisch esse.

Nach einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs war Berlusconi Ende November aus dem italienischen Senat ausgeschlossen worden. Er verlor damit auch seine parlamentarische Immunität. Wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs wurde Berlusconi zudem im Juni in erster Instanz zu sieben Jahren Haft verurteilt. In diesem Zusammenhang laufen inzwischen auch Ermittlungen wegen Zeugenbeeinflussung gegen ihn.

vek/AFP

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