Simbabwe Erneut weißer Farmer getötet
Harare - Ein Krankenhaussprecher bestätigte den Tod von John Weeks. Schwarze Landarbeiter hätten den Farmer am Donnerstag auf seinem Land angegriffen. Dabei sei Weeks von einem Schuss in den Bauch getroffen worden.
Kriegsveteranen, die Präsident Robert Mugabe nahe stehen, halten in Simbabwe hunderte von Farmen besetzt. Im Zuge der illegalen Landnahmen sind mittlerweile 20 Menschen getötet worden. Mugabe, der die Gewalt zunächst duldete, hatte am Freitag ein Ende gefordert und eine Kommission zur Land-Umverteilung eingesetzt.
Bürgerbewegung und Opposition - vor allem die Partei MDC (Bewegung für Demokratischen Wandel) - haben in den zurückliegenden Wochen angesichts der von Mugabe tolerierten Farmbesetzungen die Vermutung geäußert, der Präsident wolle die Parlamentswahlen hinauszögern. Sie müssen laut Verfassung spätestens im August stattfinden. Es wurde erwartet, dass die Wahlen im Juni abgehalten werden.