Somalia Blutiger Machtkampf
Die Gefechte zwischen Anhängern des neu gewählten Präsidenten Jama Ali Jama und Milizen des langjährigen Staatschefs Abdullahi Yussuf forderten in Garoe zahlreiche Todesopfer. Yussuf war bereits im Sommer vom Richter des Obersten Gerichtshofs Yussuf Hajji Nur abgesetzt worden, der sich selbst zum Interimspräsidenten ernannte. Der entmachtete Staatschef beschuldigte daraufhin den Juristen, er würde die somalische Ittihad-Islami-Bewegung unterstützen, die mit der al-Qaida-Organisation von Osama Bin Laden zusammenarbeiten soll.
Die Nachricht alarmierte das Nachbarland Äthiopien, das behauptet, Beweise für al-Qaidas Präsenz in Somalia zu haben. Die Regierung in Addis Abeba half dem abgesetzten Yussuf daraufhin mit Waffengewalt bei der Rückgewinnung der Macht in Puntland. Das angrenzende ehemalige Britisch-Somaliland, das sich unter dem Namen Republik Somaliland (Hauptstadt: Hargeisa) vom größeren Somalia (Hauptstadt: Mogadischu) abgespalten hat, signalisiert indes Kooperationsbereitschaft mit den Amerikanern: So offeriert Hargeisa die Nutzung seiner Landepisten und des Hafens von Berbera Verhandlungen darüber haben freilich noch nicht stattgefunden.
Als Gegenleistung für seine Mitarbeit bei dem internationalen Feldzug gegen al-Qaida erhofft sich Somaliland die bislang fehlende Anerkennung der internationalen Staatengemeinschaft.