Somalia US-Aufklärer suchen Terrornester
Wilhelmshaven - Die Aufklärungsflüge über dem ostafrikanischen Land sollen neue Informationen über mögliche Neugruppierungen von Mitgliedern des Terrornetzwerks al-Qaida liefern. Wie aus Regierungskreisen verlautete, würden zurzeit vermehrt Flüge unternommen.
Es solle sichergestellt werden, dass Somalia kein Zufluchtsort für Terroristen sei, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher, am Donnerstag in Washington.
Huckepack ans Horn
Die deutsche Marine verlegt unterdessen weitere Schiffe mit 220 Soldaten zur Unterstützung der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" in Richtung Afrika. Fünf Schnellboote und Großgeräte werden heute in Wilhelmshaven auf zivile Spezialtransportschiffe verladen. Sie sollen erstmals im Huckepack-Verfahren die 3000 Seemeilen (5500 Kilometer) in das Seegebiet am Horn von Afrika zurücklegen.
In etwa drei Wochen sollen sie ihr Einsatzgebiet erreichen. Die Verbände der Bundesmarine sollen in erster Linie die Seewege kontrollieren. Bereits am Mittwoch war ein Großverband mit zwei Fregatten in Wilhelmshaven ausgelaufen.