Spanien: Baskische Eta verschickt wieder Erpresserbriefe - DER SPIEGEL
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Spanien Baskische Eta verschickt wieder Erpresserbriefe

Vor gut einem Jahr hat die baskische Untergrundorganisation Eta einen unbefristeten Waffenstillstand mit Spaniens Regierung erklärt. Doch im vergangenen Dezember zündete sie Bomben am Madrider Flughafen. Nun verschicken die Separatisten auch wieder Drohbriefe.
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Madrid - Die spanische Untergrundorganisation Eta hat im
Baskenland und in der Region Navarra Erpresserbriefe an
Firmen geschickt. Der Präsident des Unternehmerverbands in Navarra, José Manuel Ayesa, sagte laut einem Bericht des
Fernsehsenders EITB, er wisse von neun solcher Briefe im Mai.
Der Fernsehsender TVE1 zeigte einen Eta-Brief, in dem die Zahlung einer so genannten Revolutionssteuer gefordert wurde. Ein anderer Brief, in dem 150.000 Euro gefordert wurden, wurde auf der Website der Zeitung "El Mundo" veröffentlicht. Ayesa erklärte, die Briefe enthielten wieder Drohungen, seien aber in einem weniger aggressiven Ton verfasst als früher.

Die Eta hatte im März 2006 einen unbefristeten Waffenstillstand erklärt. Seit dieser Zeit wurden auch keine Erpresserbriefe mehr verschickt. Allerdings zündete die Organisation am 30. Dezember einen Sprengsatz im Parkhaus des Flughafens von Madrid und tötete zwei Menschen. Die Eta kämpft für ein unabhängiges Baskenland. Sie wird für den Tod von mehr als 800 Menschen seit 1968 verantwortlich gemacht.

kai/AP