Spanien Eta-Anschlag gegen Staatsanwalt
Granada - Luis Portero wurde kurz nach 14 Uhr, als er gerade sein Haus betreten wollte, in den Kopf geschossen. Das berichten spanische Radiosender. Der Chef der Staatsanwaltschaft am Obersten Gerichtshof der Region Andalusien sei von drei Terroristen angegriffen worden, hieß es. Mit schwersten Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er kurze Zeit später für klinisch tot erklärt wurde. Nach Angaben der Behörden deutet alles darauf hin, dass die baskische Separatistenorganisation Eta hinter dem Attentat steht.
Nur wenige Stunden zuvor hatte ein Armeeoffizier in Sevilla einen Bombenanschlag vereitelt. Wie der Rundfunk berichtete, war der Leutnant misstrauisch geworden, nachdem er bemerkt hatte, dass sich jemand an seiner Autotür zu schaffen gemacht hatte. Er durchsuchte daraufhin das Fahrzeug und entdeckte eine Bombe unter dem Fahrersitz. Bereits am Samstag fanden zwei andere Offizier in der südspanischen Stadt ähnliche Sprengsätze in ihren Autos. Die Behörden vermuten, dass die Bomben von der Eta gelegt worden waren. Allein seit Januar wurden durch Attentate der baskischen Separatisten 14 Menschen getötet.