Spanien Eta droht mit neuem Terror
San Sebastián - Der Terror soll weitergehen. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung warnte die baskische Untergrundorganisation die Regierungen in Madrid und Paris, die "Strategie der Repression" führe nur zu einer Verlängerung des Konflikts. "Wir sehen uns somit gezwungen, den bewaffneten Kampf fortzusetzen", heißt es in dem Kommuniqué, das in der Online-Ausgabe der baskischen Zeitung "Gara" erschien.
Am 20. Mai waren in Bordeaux der mutmaßliche Eta-Chef Francisco Javier López Peña und seine drei Stellvertreter gefasst worden. Der 50-Jährige war 1983 untergetaucht. Er soll das Ende der 14-monatigen Waffenruhe der Organisation im Juni vergangenen Jahres angeordnet haben. Außerdem wird er für zahlreiche Attentate verantwortlich gemacht.
Die Eta bekannte sich zudem zu der jüngsten Bombenserie in Spanien, bei der am 14. Mai im Baskenland ein Polizist getötet worden war. Das im Oktober von den Nationalisten in der nordspanischen Region geplante Referendum über das Recht auf Selbstbestimmung lehnt die Organisation in der Erklärung ab. Die Volksabstimmung sei nichts weiter als "ein Betrug", weil dadurch nicht die Schaffung eines unabhängigen Baskenstaates auf beiden Seiten der spanisch- französischen Grenze erreicht werden könne. "Daher werden wir weiter unseren Beitrag leisten", umschreibt die Eta ihre Drohung mit weiteren Anschlägen.
Seit Ende der sechziger Jahre sind mehr als 800 Menschen dem blutigen Kampf der Eta für ein autonomes Baskenland in Nordspanien und Südwestfrankreich zum Opfer gefallen.
ler/dpa/AP