Spanien Konservative verlieren in Galicien
Santiago de Compostela - Die konservative Volkspartei (PP) verlor bei der Wahl die absolute Mehrheit im Nordwesten Spaniens. Damit werden die Sozialisten (PSOE) zusammen mit dem Block der Galicischen Nationalisten (BNG) in der bisherigen konservativen Hochburg eine Koalitionsregierung bilden können. Die Auszählung der Briefwahlstimmen in der Nacht bestätigte das Ergebnis, das in der Wahlnacht vor gut einer Woche ermittelt worden war. Danach erhält die konservative PP 37 der insgesamt 75 Sitze im Regionalparlament, einen weniger als die absolute Mehrheit. Die PSOE gewann 25 und der BNG 13 Mandate.
Nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE galt es als sicher, dass der Sozialist Emilio Pérez Touriño neuer Ministerpräsident wird. Er wird die Nachfolge des 82-jährigen Manuel Fraga antreten, der Galicien seit 16 Jahren mit absoluter Mehrheit regiert hatte. Die PP räumte ihre Niederlage ein. Touriño kündigte an, dass er die neue Regierung bilden werde.
Der Ausgang der Wahl war so knapp gewesen, dass die Stimmen der 300.000 im Ausland lebenden Galicier über den Wahlsieger entschieden. Da diese Stimmen zu einem großen Teil aus Lateinamerika nach Europa transportiert werden mussten, wurden sie erst gut eine Woche nach der Wahl ausgezählt.