Spanien Mutmaßlicher Qaida-Finanzier gefasst
Madrid - Weil er vermutlich für Geld organisierte, hat die spanische Polizei einen aus Algerien stammenden US-Bürger festgenommen. Der Verdächtige soll dem nordafrikanische Arm des Terrornetzwerks (AQMI) mehr als 60.000 Euro besorgt haben, wie das spanische Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Dem am Dienstag in Barcelona festgenommenen Mann werde außerdem Sozialbetrug zur Last gelegt.
Die Zahlungen an einen Mittelsmann von AQMI in Algerien seien als geschäftliche Überweisungen getarnt gewesen, teilte das Ministerium mit. Der Mittelsmann habe früher selbst von Spanien aus Terrorgruppen mit Geld versorgt und befinde sich seit 2006 vor der spanischen Justiz auf der Flucht.
Die AQMI hat sich zum Ziel gesetzt, alle bewaffneten Islamisten in Nordafrika zu einen. Anfang 2007 hatte sie sich dem Terrornetzwerk al-Qaida angeschlossen, zuvor war sie unter dem Namen Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC) aktiv.
Qaida-Kommandeur in Afghanistan getötet
Bei einem Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Kunar ist derweil nach Angaben der Internationalen Schutztruppe Isaf ein hochrangiger Kommandeur von al-Qaida getötet worden. Die Isaf teilte am Mittwoch mit, Abdallah Omar al-Kuraischi habe Angriffe arabischer Kämpfer in Kunar und der Nachbarprovinz Nuristan koordiniert. Außer ihm seien bei dem Luftschlag ein Qaida-Sprengstoffexperte namens Abu Atta al-Kuwaiti und mehrere andere arabische Aufständische ums Leben gekommen.