Spanien: Tote bei Explosion einer Autobombe - DER SPIEGEL
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Spanien Tote bei Explosion einer Autobombe

Im Norden Spaniens sind bei einem Bombenanschlag drei Menschen getötet worden. Hinter dem Attentat steckt vermutlich die baskische Untergrundorganisation Eta. Spaniens Ministerpräsident José Maria Aznar sagte daraufhin seine geplante Reise nach St. Petersburg ab.
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Madrid - Nach Angaben des Innenministeriums detonierte der Sprengsatz am frühen Nachmittag auf einem Platz in der Ortschaft Sanguesa in der Provinz Navarra. Nach jüngsten Angaben spanischer Behörden wurden zwei Polizisten getötet, ein dritter schwer verletzt. Vier weitere Menschen seien verletzt worden.

Zu der Tat 30 Kilometer südöstlich von Pamplona bekannte sich zunächst niemand. Die Behörden teilten jedoch mit, der Anschlag trage die Handschrift der baskischen Untergrundorganisation Eta. Vizeregierungschef Mariano Rajoy sagte: "Die Eta hat erneut gemordet."

Die Regionalregierung von Navarra teilte in Pamplona mit, die Toten seien Polizisten gewesen. Der Sprengsatz sei neben einem geparkten Polizeibus detoniert, in dem Personalausweise ausgegeben wurden. Unklar sei, ob der Sprengsatz unter dem Auto der Opfer oder an einem anderen Wagen in der Nähe angebracht war.

Ministerpräsident Jose Maria Aznar sagte Berichten zufolge seine geplante Reise nach St. Petersburg ab, wo er am EU-Russland Gipfel teilnehmen wollte.

Navarra liegt an der Grenze zum Baskenland, wo die Eta seit Ende der sechziger Jahre für einen eigenen Staat kämpft. Ihren Anschlägen fielen seitdem mehr als 800 Menschen zum Opfer. Der letzte Eta-Anschlag liegt fast vier Monate zurück. Am 8. Februar töteten Terroristen den Polizeichef der baskischen Kleinstadt Andoain, Joseba Pagazaurtundua.