Spritproteste: Britische Blockaden brechen zusammen - DER SPIEGEL
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Spritproteste Britische Blockaden brechen zusammen

In Großbritannien rollen die meisten Tankwagen wieder. Die Demonstranten, die die Zufahrten der Raffinerien aus Protest gegen die hohen Benzinpreise blockiert hatten, sind größtenteils abgezogen. Entwarnung konnte aber noch nicht geben werden.
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London - Offiziell hieß es bei den demonstrierenden Bauern und Spediteuren, man habe den Protest nun vorgetragen. Die Demonstranten schickten der Regierung einen Katalog mit Forderungen und erwarten nun eine Senkung der Benzinpreise binnen 60 Tagen. "Wir haben klar gemacht, worum es uns geht", sagte ein Sprecher. Hinter vorgehaltener Hand munkelten die Blockierer aber, dass die Bevölkerung für eine Fortführung der Proteste kein Verständnis gehabt hätte.

Obwohl die Tanklastwagen vielerorts wieder rollten, war die Krise noch nicht vorbei. Hamsterkäufe führten dazu, dass sich die Supermarktregale leerten. Wenn nicht schnell etwas geschehe, könnten die Lebensmittel am Wochenende aufgebraucht sein, warnten die Chefs der großen Ketten. Auf Autobahnen und anderen sonst stark befahrenen Straßen herrschte am Donnerstag Sonntagsruhe. Viele benutzten das Fahrrad, liefen zur Arbeit oder nahmen die U-Bahn. Hunderte von Schulen hatten geschlossen, etwa 20.000 Busse fuhren nicht.

"Wir begrüßen alles, was zur Normalität zurückführt", sagte Vizepremier und Verkehrsminister John Prescott in London. Premierminister Tony Blair hatte bisher jeden Kompromiss mit den Streikenden abgelehnt.