Sri Lanka: Rebellen töten 35 Marineangehörige - DER SPIEGEL
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Sri Lanka Rebellen töten 35 Marineangehörige

Trotz Waffenstillstands: Bei einem neuen Angriff tamilischer Rebellen sind in Sri Lanka mindesten 35 Marineangehörige ums Leben gekommen.
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Hamburg/Colombo - Kämpfer der Rebellengruppe Tamil Eelam (LTTE) hätten am frühen Morgen einen Marinestützpunkt auf der im Norden gelegenen kleinen Insel Delft angegriffen, sagte ein LTTE-Sprecher telefonisch der Nachrichtenagentur AFP. "Die Kämpfe dauerten nur 20 Minuten und wir haben das Lager völlig überrannt", erklärte ein weiterer LTTE-Vertreter. Ein Marinesprecher bestätigte den Angriff auf den Stützpunkt Delft im Norden des Inselstaats. Die Rebellen seien mit 15 Booten gekommen, von denen eines versenkt worden sei. Danach seien die Leichen von 35 Marineangehörigen sowie Waffen gefunden worden. Nach Angaben der Rebellen kamen auch vier ihrer Kämpfer ums Leben gekommen.

Bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Colombo wurden nach Angaben von Medizinern und Polizei zwei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt. Ein Armeebus sei im Geschäftsviertel Pettah vor dem Hafen von Colombo von einem Selbstmordattentäter angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Wahrscheinlich sei der Armeebus von einem mit Sprengstoff beladenen Motorrad gerammt worden, das der mutmaßliche Selbstmordattentäter steuerte.

In dem seit 35 Jahren andauernden Kampf der sogenannten Befreiungstiger von Tamil Eelam gegen die Regierung in Colombo kamen mehr als 60.000 Menschen ums Leben. Trotz eines 2002 geschlossenen Waffenstillstandes dauert die Gewalt an, allein 5000 Tote wurden seit Dezember 2005 gezählt.

flo/AFP/AP