Sri Lanka: Viele Tote nach Bombenanschlag auf Bus - DER SPIEGEL
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Sri Lanka Viele Tote nach Bombenanschlag auf Bus

Der Bus war vollbesetzt, als er nahe Colombo auf eine Mine fuhr: Mehr als 20 Menschen sind bei einem Anschlag in Sri Lanka ums Leben gekommen. Die Armee macht Rebellen für die Bluttat verantwortlich.
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Colombo - Mindestens 21 Tote, mehr als 50 Verletzte - die Mine, die unter einem Bus nahe der sri-lankischen Hauptstadt Colombo explodierte, war verheerend. Der Sprengsatz war nach Angaben der Polizei am Straßenrand deponiert. Der Bus waren laut Augenzeugen vollbesetzt mit Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Ein Armeesprecher machte die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für die Explosion verantwortlich.

Anschläge auf öffentliche Verkehrsmittel in und um Colombo häufen sich in jüngster Zeit. Erst am Mittwoch waren 18 Menschen verletzt worden, als in einem Personenzug südlich der Hauptstadt eine Bombe hochging. Am 26. Mai kamen bei einem Bombenattentat auf einen Pendlerzug in einem Vorort von Colombo neun Menschen ums Leben. Die Behörden schreiben die Attentate der LTTE zu.

Die Rebellen kämpfen seit 1972 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit im Norden der Insel. Der Kampf hatte sich Anfang des Jahres verschärft, nachdem die sri-lankische Regierung Mitte Januar einen unter Vermittlung Norwegens im Jahr 2002 unterzeichneten Waffenstillstand aufkündigt hatte, der schon seit Ende 2005 faktisch nicht mehr eingehalten wurde. Beide Seiten werfen sich seitdem vor, gezielte Gewaltakte gegen Zivilisten zu verüben.

ffr/AFP