Stichwort: Atomlabor Los Alamos - DER SPIEGEL
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Stichwort Atomlabor Los Alamos

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Das wichtigste amerikanische Atomlabor Los Alamos im US-Staat New Mexico wurde im Mai von riesigen Wald- und Buschfeuern bedroht. Deshalb wurde die einem riesigen Industriegebiet ähnelnde Anlage 100 Kilometer nördlich von Albuquerque vorsorglich geräumt. Normalerweise arbeiten in dem stadtähnlichen Zentrum etwa 8000 Menschen.

1943 begannen dort Wissenschaftler mit der streng geheimen Entwicklung von Nuklearwaffen. In der Wüste bei Los Alamos zündeten die USA dann am 16. Juli 1945 die erste Atombombe der Welt. Atomphysiker Robert Oppenheimer und Kollegen vollendeten damit ihr Rüstungsprojekt "Manhattan". Bis 1957 war das Zentrum militärisches Sperrgebiet. In den 32 Labors entstanden etwa zwei Drittel aller US-Atomwaffen.

1962 wurde ein Teil des Komplexes privatisiert und dadurch die staatliche Forschung mit privatwirtschaftlichem Engagement eng verzahnt. Heute befassen sich dort Wissenschaftler größtenteils mit nichtmilitärischer Forschung. Eine zentrale Rolle spielt der Protonenbeschleuniger LAMPF (Los Alamos Meson Physics Facility), der weltweit den größten Strahlenstrom liefert. Er wird für Experimente der Elementarteilchen- und Kernphysik genutzt.