Stichwort: Montenegro - DER SPIEGEL
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Stichwort Montenegro

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Podgorica - In der Bundesrepublik Jugoslawien ist die Teilrepublik Montenegro neben dem acht Mal größeren Serbien der Juniorpartner. Begrenzt von Kroatien und Bosnien-Herzegowina im Nordwesten, Albanien im Osten und der Adria im Süden, umfasst das Land etwa 14.000 Quadratkilometer.

Von den insgesamt rund 10,6 Millionen Bewohnern Jugoslawiens leben nur rund 700.000 in Montenegro. Die Hauptstadt Podgorica zählt etwa 118.000 Einwohner. Montenegro (italienisch für Schwarze Berge - serbisch: Crna Gora - schwarzes Gebirge) lebt überwiegend von Landwirtschaft sowie der Förderung und Verarbeitung von Bauxit, Eisen-, Zink-, Chrom- und Bleierzen. Montenegro hofft auf Geschäfte mit dem Tourismus.

Seit 1215 stand das Land unter serbischer Oberhoheit, bewahrte sich jedoch weitgehende Autonomie. Auch unter den Türken blieb das "Schwarze Gebirge" unabhängig. Auf dem Berliner Kongress, der unter der Leitung von Otto von Bismarck die Machtverhältnisse auf dem Balkan neu festlegte, wurde Montenegro als unabhängiger Staat anerkannt. 1918 wurde es Teil des von Serben dominierten Königreichs Jugoslawiens. 1941 wurde Montenegro von italienischen Truppen besetzt, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dann in eine Volksrepublik umgewandelt, die 1963 als sozialistische Teilrepublik in Jugoslawien aufging.

Der montenegrinische Küstenstreifen mit den Häfen Bar und Kotor ist heute der einzige Zugang Jugoslawiens zur Adria. Dort ist die gesamte Kriegsmarine stationiert.