Sudan: Tote bei Angriff auf deutsche Hilfsorganisation - DER SPIEGEL
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Sudan Tote bei Angriff auf deutsche Hilfsorganisation

Bewaffnete Kämpfer haben im Südsudan ein Fahrzeug der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit angegriffen - mindestens fünf Sudanesen kamen ums Leben.
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Nairobi/Juba - Ein Ingenieur der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und zwei weitere Insassen hätten nach dem Überfall fliehen können, sagte ein Uno-Sprecher heute in Juba. Der Ingenieur werde seither vermisst. Bei den fünf Opfern handele es sich um drei Frauen und zwei Jungen, die in dem GTZ-Wagen mitgefahren seien. Elf Menschen seien verletzt worden.

Augenzeugen berichteten, rund 30 Bewaffnete, mutmaßliche Mitglieder der ugandischen Rebellenbewegung Lord's Resistance Army (LRA), hätten den GTZ-Kleintransporter am Montag rund 19 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Juba angegriffen. Ein Sprecher der LRA-Delegation bei den Friedensgesprächen mit der ugandischen Regierung in Juba bestritt, dass seine Organisation an dem Angriff beteiligt war.

Die GTZ in Eschborn bei Frankfurt äußerte sich erschüttert über den Vorfall und sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. Man hoffe, dass der vermisste Ingenieur, ein kenianischer Mitarbeiter, bald wohlbehalten gefunden werde, sagte ein GTZ- Sprecher.

Vertreter der ugandischen Regierung und der Rebellen wollen ab kommender Woche in Juba über ein Ende des fast zwanzig Jahre andauernden Konflikts in dem an den Südsudan angrenzenden Norden Ugandas verhandeln. Schätzungen zufolge wurden bei den Auseinandersetzungen zehntausende Menschen getötet und fast zwei Millionen vertrieben. Menschenrechtsorganisationen werfen der Rebellenorganisation Lord's Resistance Army vor, bis zu 25.000 Kinder und Jugendliche verschleppt zu haben, um sie als Soldaten im Kampf gegen die Regierung von Präsident Yoweri Museveni oder als Sexsklavinnen zu missbrauchen. Die Rebellen beschuldigen ihrerseits die Regierung, in Norduganda Verbrechen verübt zu haben.

hen/AFP/dpa