Südafrika: Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen - DER SPIEGEL
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Südafrikas Ex-Präsident Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen

Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela ist wieder zu Hause. Der schwerkranke Ex-Präsident des Landes hat das Krankenhaus in Pretoria verlassen. Der Zustand des 95-Jährigen ist jedoch weiterhin kritisch.
Südafrikas Ex-Präsident: Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen
Südafrikas Ex-Präsident: Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen

Südafrikas Ex-Präsident: Nelson Mandela aus Krankenhaus entlassen

Foto: AFP/CLINTON FOUNDATION
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Pretoria - Ist es ein Zeichen der Hoffnung? Fast drei Monate lang lag Nelson Mandela im Krankenhaus, nun ist der südafrikanische Nationalheld aus der Klinik in Pretoria entlassen worden. Das teilte das Präsidialamt mit. Der 95 Jahre alte Ex-Präsident werde in seinem Haus in Johannesburg weiterbehandelt.

Gegen 9 Uhr (Ortszeit) fuhr dort ein Krankenwagen mit Polizeieskorte vor. Mandelas Gesundheitszustand sei weiterhin "kritisch und manchmal instabil". Er könne aber daheim die gleiche intensive Pflege erhalten wie im Krankenhaus, hieß es in der Stellungnahme von Präsident Jacob Zuma. Mandelas Zuhause sei entsprechend eingerichtet worden. Für seine Betreuung werde dasselbe Pflegepersonal wie im Krankenhaus zuständig sein.

Trotz seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten strahle Madiba - das ist Mandelas Clanname - "wie immer eine immense Anmut und Stärke" aus, betonte das Präsidialamt. Zugleich bat es darum, den Friedensnobelpreisträger und seine Familie nicht bei dem Erholungsprozess zu stören.

Noch am Samstag hatte Südafrikas Präsidialamt Berichte der britischen Rundfunkanstalt BBC und des britischen Fernsehsenders Sky über eine Entlassung Mandelas zurückgewiesen. Die BBC erklärte, die "Konfusion" gehe offenbar auf Familienmitglieder des südafrikanischen Nationalhelden zurück. Diese hätten ihren Wunsch, Mandela zu Hause pflegen zu können, für die Wirklichkeit genommen. Der Sender Sky News erklärte, seine Quelle, Mandelas jüngste Tochter Zindzi, sei "von Familienangehörigen schlecht informiert worden".

Der schwer erkrankte Mandela war seit dem 8. Juni in Pretoria wegen einer hartnäckigen Lungenentzündung behandelt worden. Sein 95. Geburtstag am 18. Juli wurde in Südafrika und in vielen anderen Staaten mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zu Ehren des großen Freiheitskämpfers begangen.

Mandela hatte wegen seines Kampfs gegen die Rassentrennung in Südafrika 27 Jahre lang im Gefängnis gesessen. Zu seinen Mithäftlingen gehörte der heutige Präsidentensprecher. 1994 wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten seines Heimatlandes gewählt, bis 1999 blieb er im Amt.

wit/AFP/AP/dpa