Syrien Deutscher offenbar bei Luftangriff getötet
Zerstörung in Syrien
Foto: KARAM AL-MASRI/ AFPEr kämpfte offenbar für die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Jetzt meldet ein örtliches Militärbündnis, dass der deutsche Anton L. bei türkischen Luftangriffen in Syrien ums Leben gekommen sein soll.
Der junge Mann war demnach seit August in Manbidsch im Norden Syriens für das YPG-Bündnis im Einsatz. Nach Angaben des Militärrates des Ortes wurde Anton L., der angeblich aus Bielefeld stammt, bereits vor einigen Tagen getötet. Bei den Angriffen starb demnach auch ein Kämpfer aus den USA.
Ein von der YPG angeführtes Bündnis kämpft in der Region gegen syrische Rebellen, die von der Türkei unterstützt werden. Türkische Jets fliegen dort Luftangriffe. Ankara bekämpft die YPG, weil sie eng mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden ist. Die Kurden kontrollieren in Nordsyrien große Gebiete.
Im vergangenen Jahr waren in Syrien bei Gefechten mit dem IS ein 21-Jähriger und eine 19-Jährige aus Deutschland gestorben, die ebenfalls für die YPG gekämpft hatten.
Bei der 19-Jährigen handelte es sich demnach um eine Schülerin aus Duisburg . Sie war offenbar 2014 nach Syrien gegangen, schloss sich einer linksextremistischen Guerillagruppe an und kämpfte gegen den IS. Im März 2015 kam sie dann bei Gefechten ums Leben.
Im Februar wurde bei Kämpfen gegen den IS im Nordosten des Landes ein weiterer Deutscher aus den Reihen der Kurdenmiliz getötet.