Syrien Große Trauerfeier für Assad
Damaskus - Zu Beginn der Trauerfeierlichkeiten wurde der Leichnam Assads von seiner Residenz in den Al-Schaab-Palast übergeführt, um dort aufgebahrt zu werden. Angeführt wurde der Leichenzug von Soldaten der Präsidentengarde. Hinter dem mit der syrischen Flagge bedeckten Sarg ging Assads Sohn Baschar Assad, der die Nachfolge seines Vaters antreten soll. Die Beisetzungszeremonie dauert den ganzen Dienstag.
Zur Trauerfeier kamen neben Fischer unter anderem der französische Staatspräsident Jacques Chirac und US-Außenministerin Madeleine Albright nach Damaskus. Nach einem letzten Segen in der Omajjaden-Moschee wird Assad in sein Heimatdorf Kardaha überführt, das rund 30 Kilometer entfernt von von der Hafenstadt Lattakia liegt. Dort steht bereits ein Mausoleum, wo Assads ältester Sohn Basil begraben ist. Die Strecke von Lattakia nach Kardaha säumten bereits am Morgen hunderttausende von Syrern.
Ganz Damaskus war für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Zehntausende Menschen säumten die Straßen, auf denen der Trauerzug vorüberfahren sollte. Viele führten Porträts des verstorbenen Präsidenten mit sich. Um besser zu sehen, kletterten hunderte Menschen auf Lichtmasten. Sicherheitskräfte umringten den Trauerzug, um trauernde Syrer daran zu hindern, sich an den Sarg zu klammern. Alle Geschäfte in Damaskus waren geschlossen. Nur Trauerkleidung durfte verkauft werden.
Assad war kurz vor seinem 70. Geburtstages und seiner 30-jährigen Amtsübernahme am Samstag verstorben.