Syrien-Krieg: Obama kritisiert Russland Blockade-Haltung scharf - DER SPIEGEL
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Obama über Syrien-Hilfe "Russland ist ein Verweigerer"

Mit deutlichen Worten hat US-Präsident Obama die russische Haltung in der Syrien-Krise kritisiert. Moskau blockiere eine bessere Versorgung der Zivilbevölkerung - und trage die Verantwortung für Hungertote.
US-Präsident Obama: "Hier gibt es enorme Frustrationen"
US-Präsident Obama: "Hier gibt es enorme Frustrationen"

US-Präsident Obama: "Hier gibt es enorme Frustrationen"

Foto: Alain Jocard / AFP
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Washington - Die westlichen Staaten ringen um eine gemeinsame Linie, um der humanitären Katastrophe in Syrien Herr zu werden. Doch voran geht es kaum. Nun hat US-Präsident Barack Obama Russland vorgeworfen, im Uno-Sicherheitsrat eine Resolution für die Versorgung der syrischen Bevölkerung zu verhindern.

Mit dieser Blockadehaltung seien die Russen ebenso wie die Syrer für verhungernde Zivilisten in dem Bürgerkriegsland verantwortlich, sagte Obama in Washington bei einer Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen François Hollande.

"Es gibt unter den meisten Mitgliedern des Sicherheitsrats große Einigkeit über diese Resolution", sagte Obama. "Russland ist ein Verweigerer", kritisierte er.

In dem Resolutionstext gehe es unter anderem um die Lieferung von Lebensmitteln, Kleidung und Brennstoff für belagerte syrische Städte, erklärten beide Staatschefs. Zu Syrien machte Obama zudem klar, dass die Ergebnisse der bisherigen Friedensverhandlungen vollkommen unzureichend seien. "Niemand kann das bestreiten: Hier gibt es enorme Frustrationen." Auch Russland müsse seiner Verantwortung gerecht werden.

Lawrow beharrt auf Veto

Die Botschafter der 15 Mitgliedstaaten des Sicherheitsrats haben erstmals über eine geplante Resolution zur humanitären Lage in Syrien gesprochen. Bei dem informellen Meinungsaustausch habe es zunächst allerdings keine Annäherung gegeben, verlautete am Dienstag (Ortszeit) aus Diplomatenkreisen in New York. Sowohl Russland als auch die westlichen Staaten verharrten auf ihren gegensätzlichen Standpunkten.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte das Papier bereits vor den Beratungen in New York als "völlig inakzeptabel" und "einseitig" abgelehnt, da es ein "Ultimatum" an Damaskus enthalte. Die Uno-Vetomacht Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

jok/dpa/AFP