Syrien-Krieg: Selbstmordanschlag mit Uno-Fahrzeug RG-31 - DER SPIEGEL
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Nusra-Front in Syrien Dschihadisten verüben Selbstmordanschlag mit Uno-Fahrzeug

Die Nusra-Front in Syrien hat einen gepanzerten Uno-Wagen für einen Selbstmordanschlag benutzt. Die Dschihadisten haben offenbar mehrere Fahrzeuge der Friedenstruppe erbeutet.
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Damaskus - Die Uno-Blauhelme auf den Golanhöhen werden immer tiefer in den Syrien-Krieg hineingezogen. Nun hat die mit al-Qaida verbündete Nusra-Front erstmals ein Fahrzeug für einen Selbstmordanschlag eingesetzt, das sie zuvor von den Uno-Truppen erbeutet hatte.

Die Nusra-Front verbreitete via Twitter Fotos, die das Attentat auf einen Stützpunkt der syrischen Armee in Scheich Maskin zeigen. Die Ortschaft liegt in der südsyrischen Provinz Daraa in der Nähe der Golanhöhen. Ein Selbstmordattentäter steuerte das gepanzerte Fahrzeug vom Typ RG-31. Bei der Detonation sollen zahlreiche Soldaten des Regims getötet worden sein.

Die Nusra-Front hatte Ende August den seit Jahrzehnten geschlossenen syrisch-israelischen Grenzübergang in der Nähe von Kunaitra eingenommen. Während der Offensive hatten sie auch 43 Uno-Soldaten aus Fidschi in ihre Gewalt gebracht. Die Blauhelmtruppen wurden später freigelassen. Offenbar hatten die Dschihadisten damals auch einige Uno-Fahrzeuge erbeutet. Eines davon wurde nun als rollende Bombe eingesetzt. Die Uno-Mission Undof (United Nations Disengagement Observer Force) ist seit 1974 auf den Golanhöhen stationiert und soll die Waffenruhe zwischen Israel und Syrien sichern. Wegen des Kriegs wurde ein Großteil der Soldaten inzwischen abgezogen.

Die mit al-Qaida verbündete Nusra-Front ist neben der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die zweite große Dschihadistengruppe in Syrien. Beide Terrorgruppen sind untereinander verfeindet. Die Nusra-Front hat im Süden Syriens ihre Hochburg.

syd