Syrien: Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus - DER SPIEGEL
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Krieg in Syrien Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus

Blutbad in einem Christenviertel von Damaskus: Bis zu 60 Menschen wurden nach Augenzeugenberichten am Morgen bei Anschlägen getötet. Die Sprengsätze waren nach Angaben von Gegnern des syrischen Regimes in Autos versteckt.
Krieg in Syrien: Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus
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Krieg in Syrien: Mehr als 60 Tote bei Anschlägen in Damaskus

Foto: DPA/ SANA
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Damaskus - Ob es zwei Anschläge waren oder sogar vier Detonationen, ist unklar. Bei Terroranschlägen auf einen vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Stadtteil in Damaskus sind am Mittwoch nach Augenzeugenberichten bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Menschen seien verletzt worden, sagten Anwohner.

Die Sprengsätze explodierten demnach am Morgen kurz hintereinander im Viertel Dscharamana im Osten von Damaskus. Zwei der Bomben waren in Autos versteckt. Die staatlichen Medien sprachen von 34 identifizierten Todesopfern. Außerdem seien die sterblichen Überreste von etwa zehn weiteren Menschen gefunden worden, die bislang nicht hätten zugeordnet werden können, meldete die Nachrichtenagentur Sana.

Zu den Anschlägen hat sich bislang noch niemand bekannt. In dem Stadtteil waren in den vergangenen Monaten mehrfach Bomben explodiert.

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Syrien: Anschläge in Damaskus

Foto: DPA/ SANA

Im syrischen Bürgerkrieg versucht die sunnitisch geprägte Opposition Präsident Baschar al-Assad zu stürzen, der zu den Alaviten gehört. Die Aufständischen haben dabei wiederholt auch andere religiöse Minderheiten ins Visier genommen, denen sie Unterstützung der Assad-Regierung vorwerfen. Rebellen und Regierungstruppen kämpfen in Damaskus in mehreren Stadtteilen um die Vorherrschaft.

Mit überwältigender Mehrheit billigte derweil das Menschenrechtskomitee der Uno-Generalversammlung eine Resolution gegen Syrien. In der Entschließung werden die syrischen Behörden und die regierungsnahen Milizen wegen "schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte und die Grundfreiheiten" scharf verurteilt und zur sofortigen Freilassung aller Häftlinge aufgerufen. Außerdem fordert die Resolution eine umgehende unabhängige internationale Untersuchung der Gewalt.

Das Komitee stimmte der Vorlage mit 130 zu zwölf Stimmen zu, es gab 35 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen unter anderem von Russland, China und Iran. Es gilt als nahezu sicher, dass die Resolution bei einer Abstimmung im Dezember von den Vereinten Nationen angenommen wird.